Alte Projekte
Wir sind schon seit 8 Jahren verrückt
Bevor wir unseren Iveco Crossway zum Wohnbus umbauen, haben wir bereits einiges an Erfahrung gesammelt: In den letzten Jahren haben wir 12 Boote, 2 Wohnwagen und 1 Wohnmobil erfolgreich umgebaut – immer mit dem Ziel, Funktionalität, Gemütlichkeit und unsere eigenen Ideen miteinander zu verbinden.
Jedes Projekt war anders, jedes hatte seine Herausforderungen – und genau das lieben wir. Auf dieser Seite zeigen wir euch einen kleinen Einblick in unsere bisherigen Umbauten. Vielleicht ist ja die eine oder andere Inspiration für euer eigenes Projekt dabei!
Wenn ihr Fragen zu einem Projekt habt – meldet euch gern!
Boot Xenia












































Dieses Projekt begann mit einem echten Abenteuer – wir haben ein altes, völlig heruntergekommenes Boot gekauft, das seit Jahren ungenutzt vor sich hin vegetierte. Ein waschechtes Wrack: der Boden weich und morsch, die Elektrik kaputt, die Einrichtung völlig überholt – also haben wir komplett entkernt.
Der alte Boden kam raus, sämtliche Kabel wurden entfernt, alle Möbel und Einbauten rausgerissen – bis wirklich nichts mehr übrig war. Danach ging’s ans Reinigen, Reparieren und Wiederaufbauen: Wir haben Schäden im Rumpf aufgefüllt und abgedichtet, die komplette Technik erneuert, eine neue Elektrik verlegt und einen frischen Boden eingesetzt.
Zusätzlich haben wir neue Tanks und Pumpen verbaut, Stühle und Sitzbänke ersetzt, ein modernes Instrumentenbrett eingebaut und das Boot mit einem Echolot ausgestattet – ideal für spätere Angel- oder Erkundungstouren. Zum Abschluss gab es einen komplett neuen Anstrich, innen wie außen.
Insgesamt haben wir rund 6 Monate Arbeit in dieses Projekt gesteckt – neben Beruf, Familie und anderen laufenden Ideen. Aber es hat sich gelohnt: Aus dem vergessenen Wrack wurde wieder ein stabiles, funktionales und wunderschönes Boot, bereit für viele neue Abenteuer auf dem Wasser.
👉 Links in der Bildershow könnt ihr euch den Umbau Schritt für Schritt anschauen – vom ersten Schockmoment bis zur fertigen Schönheit.
Boot Caprice


























































Dieses Projekt war etwas ganz Besonderes – ein echtes Stück Bootsgeschichte: eine Trojan 31 aus dem Baujahr 1969, ein knapp 9,5 Meter langes (31 Fuß) klassisches Holzboot mit viel Charme – und viel Arbeit.
Die Trojan war ursprünglich als luxuriöses Sport- und Freizeitboot konzipiert und wurde in den 60ern in den USA gebaut. Ausgestattet war sie mit zwei V8-Benzinmotoren, die beim Kauf einwandfrei liefen. Leider nur bis zur ersten längeren Fahrt…
Schon die Überführung von Pahlen nach Bremervörde war abenteuerlich: Die Motoren machten früh erste Probleme, der Verbrauch war enorm – allein die Spritkosten lagen bei etwa 500 €, dazu kamen Mechanikerkosten, um überhaupt anzukommen. Ein erster Dämpfer für ein Boot, das eigentlich „fahrbereit“ verkauft worden war.
Wir haben trotzdem weitergemacht: Vergaser, Luftfilter, Zündkerzen, Wasserpumpen, Schläuche und Leitungen – alles wurde überarbeitet oder ersetzt, um die Motoren wieder fit zu bekommen. Parallel haben wir im Innenraum die komplette Decke entfernt, alle Kabel rausgerissen und die Elektrik neu aufgebaut, mit dem Ziel, dem Boot Stück für Stück neuen Glanz zu verleihen.
Doch wie das manchmal so ist: Mitten im Umbau kam ein neues Projekt dazwischen, und wir haben das Boot an ein liebes Pärchen weitergegeben, das sich sofort in die Trojan verliebt hatte. Sie wollten den Innenausbau übernehmen und dem Boot wieder Leben einhauchen.
Leider nahm das Ganze eine traurige Wendung: Die Frau verstarb früh, und das Projekt konnte von den beiden nicht zu Ende gebracht werden. Was aus dem Boot geworden ist, wissen wir heute nicht – er hat es später verschenkt. Vielleicht schwimmt sie irgendwo noch, vielleicht wartet sie auf ihren nächsten Neuanfang.
👉 In der Bildershow links könnt ihr euch ein paar Eindrücke vom Innenleben, dem Zustand beim Kauf und den ersten Umbauarbeiten anschauen.
Boot Not Today





























Dieses kleine Boot hatte es in sich – nicht wegen seiner Größe, sondern wegen seines Charmes. Ein rund 4,20 Meter langes DDR-Boot, dessen ursprüngliche Funktion und Ausstattung eher schlicht war – aber genau das machte es zum perfekten Kandidaten für einen kompletten Neuaufbau.
Wir haben das Boot liebevoll „Not Today“ getauft – eine Anspielung auf den bekannten Satz aus Game of Thrones, der sinngemäß bedeutet: „Heute ist nicht der Tag zum Sterben.“ Und genau so sind wir an das Projekt herangegangen.
Das Boot wurde komplett entkernt – alles kam raus: Sitze, Bodenplatten, alte Elektrik, Ruderzug, Batterie. Danach ging’s an den Wiederaufbau:
Wir haben die Lenkung komplett neu aufgebaut, Elektrik und Batterie neu verlegt, und dann wurde viel getestet – vor allem in Sachen Antrieb. Vom kleinen 2-Takt 30-PS-Motor, über einen Torqeedo-Elektromotor für lautlose Fahrten bis hin zum kräftigen 50-PS-Suzuki-Außenborder.
Am Ende lief es am besten – und zuverlässigsten – mit einem 40-PS-Mariner-Zweitakter, der perfekt zum Gewicht und zur Rumpfform passte. Spritzig, kraftvoll, aber noch gut kontrollierbar.
Es fährt nun auf Bremer Gewässern.
👉 In der Bildershow links könnt ihr euch den Umbau anschauen – vom schlichten DDR-Boot hin zu einem kleinen, vielseitigen Flitzer für See und Fluss.
Boot Chelsea




















Die „Chelsea“ war eine charmante Waterland 640, ein gemütliches Kajütboot mit ordentlich Platz für kleine Touren und entspannte Wasserwanderungen. Anders als bei vielen unserer Projekte war der Allgemeinzustand beim Kauf richtig gut – Boden und Wände waren trocken, stabil und gepflegt. Das war mal eine schöne Abwechslung: kein Entkernen, kein Komplettaufbau – dafür mehr Feinarbeit.
Wir haben die Elektrik komplett erneuert, inklusive Batterie-Setup und Schaltern, damit wir unterwegs unabhängig Strom nutzen konnten. Außerdem bekam die Chelsea einen neuen, zuverlässigeren 4-Takt-Außenborder, der ruhiger lief und sparsamer war als der alte Zweitakter.
Wir waren mit der Chelsea sogar im Urlaub auf dem Wasser – ideal zum Wasserwandern, mit vielen kleinen Stopps, Schlafpausen an Bord und Frühstück mitten auf dem See. Es war einfach, entspannt und entschleunigend – genau das, was wir uns erhofft hatten.
Einziger Haken: Für unsere kleine Nadine war der Steuerstand zu hoch. Auf längeren Strecken war das nicht ideal, vor allem beim Anlegen oder bei Schlechtwetterfahrten. Trotzdem behalten wir die Zeit mit der Chelsea in schöner Erinnerung – als ruhiges, zuverlässiges Boot, das uns ein paar richtig tolle Tage auf dem Wasser geschenkt hat.
👉 In der Bildershow links findet ihr ein paar Eindrücke vom Boot, dem Motorumbau und unseren Touren mit der Chelsea.
Boot Baileys



















Die „Baileys“ war eine Bayliner 1802, ein sportliches Kabinenboot mit ordentlich Power: 90 PS 4-Takt-Außenborder, Höchstgeschwindigkeit knapp 65 km/h – perfekt für schnelle Ausfahrten, spontane Badestopps oder einfach nur ein bisschen Gleitfahrtspaß auf dem Wasser.
Im Gegensatz zu vielen unserer anderen Boote war Baileys bereits in einem sehr guten Zustand, als wir sie übernommen haben. Es war diesmal also kein Umbauprojekt, sondern eher eine Pflegekur mit viel Liebe zum Detail.
Wir haben das Boot intensiv gereinigt, innen wie außen, einige Kleinigkeiten an der Elektrik überarbeitet, alles gründlich poliert und zum Schluss eine neue Beschriftung angebracht – schlicht, aber elegant, ganz im Stil der Baileys.
Ein schnelles, zuverlässiges Boot, das gezeigt hat, dass es nicht immer ein Großumbau sein muss – manchmal reicht ein bisschen Zuwendung, damit ein Boot wieder richtig glänzt.
Es fährt jetzt auf Berliner Gewässern.
👉 In der Bildershow links seht ihr, wie die Baileys nach dem Feinschliff aussah – bereit für neue Abenteuer und ordentlich Tempo auf dem Wasser.
Boot Unruhestifter
















































































Der „Unruhestifter“ war ein echter Glücksfund – und gleichzeitig ein echter Kraftakt. Ein Konsolenboot von Four Winns, wie man es heute kaum noch findet. Super selten, fast einmalig in dieser Ausführung, und genau deswegen konnten wir nicht widerstehen – auch wenn schnell klar war: Das wird ein Komplettprojekt.
Beim Kauf war das Boot in desolatem Zustand. Wir mussten alles rausreißen:
– die alten Sitzbänke,
– das komplette Steuerpult,
– die marode Elektrik,
– sämtliche Verkleidungen,
– lose Einbauteile,
– verschlissene Polster
und jede Menge unnützer Nachrüstungen, die über die Jahre zusammengeflickt wurden.
Dann kam die Königskategorie der Bootsarbeit: schleifen, schleifen, schleifen – stundenlang. Dreck, Staub, alter Lack, teilweise Spachtelmasse – alles musste runter, damit das Boot wieder Substanz und Struktur bekam. Eine echte Geduldsprobe mit viel Schweiß, aber am Ende hat es sich gelohnt.
Der Innenraum bekam neue Elektrik, ein aufgeräumtes, modernes Steuerpult, und als besonderes Highlight: neue Polster, handgenäht von Nadines Mutter – mit Liebe zum Detail und absolut passgenau. Der Unruhestifter fährt nun in Mitte-Deutschland.
👉 In der Bildershow links zeigen wir euch den Weg von der Baustelle zum Schmuckstück – ein Boot, das wieder richtig leben darf.
Boot Askeladden







































Die Askeladden war eines dieser Boote, bei denen man auf den ersten Blick erkennt: Qualität. Die Substanz war top, das Material hochwertig verarbeitet – aber jahrelang ungepflegt und einfach nur schmutzig. Kein typisches Kernsanierungsprojekt – aber trotzdem mit genug Arbeit, um es wieder auf Vordermann zu bringen.
Zuerst haben wir die alten Polster entfernt und gemeinsam mit Nadines Mutter neue genäht – robust, wetterfest und farblich dezent modernisiert. Dann ging es an die Motorabdeckung, die über die Jahre stark vergilbt und verkratzt war: geschliffen, grundiert und anschließend mit Original-Yamaha-Lack neu gesprayt.
Ein besonderes Detail: Mit unserem eigenen Plotter haben wir den Yamaha-Schriftzug sowie das große Askeladden-Logo auf der Bootshülle neu produziert und aufgeklebt – optisch wieder wie frisch ab Werk.
Technisch wurde auch aufgerüstet: Elektrik neu verlegt, ein modernes Echolot, ein Kartenplotter, neue Instrumente und eine komplett neue Lenkung sorgten für ein sicheres und aufgeräumtes Fahrerlebnis.
Außerdem haben wir einen neuen Trailer gekauft und sorgfältig eingestellt, damit das Boot jederzeit sicher transportiert werden kann.
So durchdacht und hochwertig die Askeladden am Ende auch war – für uns als Familie mit zwei kleinen Kindern war sie leider zu klein für längere Touren oder Reisen. Aber sie hat uns auf kürzeren Ausflügen treue Dienste geleistet und war ein tolles Beispiel dafür, was aus einem guten Boot mit etwas Arbeit wieder werden kann.
👉 In der Bildershow links seht ihr die Transformation – von der verschmutzten Schönheit zum durchgestylten, technisch aufgerüsteten Daycruiser.
Heute liegt die Askeladden im Hafen von Hamburg und ist bereit für neue Abenteuer auf der Elbe und den umliegenden Gewässern.
Boot Sara




































































































Die Sara hat wirklich einiges hinter sich. Beim Kauf war der Zustand zwar grundsätzlich gut, aber das Boot war extrem dreckig und deutlich in die Jahre gekommen. Besonders auffällig: Ein alter BMW-Motor, der für den Bootsgebrauch marinisiert worden war. Zwar sparsam und kraftvoll, doch das Alter des Motors war unübersehbar – und es wurde klar, dass dieser raus musste.
Wir haben uns für eine wirkliche Komplett-Renovierung entschieden, bei der wir praktisch alles rausgeschmissen und neu aufgebaut haben. Das war das aufwendigste unserer bisherigen Boot-Projekte: Wochenlang haben wir das Boot geschliffen – und wir sprechen hier von monatelanger, mühevoller Schleifarbeit, um die alte Oberfläche komplett vorzubereiten. Danach wurde das Boot innen und außen frisch gestrichen und lackiert.
Neben den üblichen Arbeiten haben wir auch umfangreiche GFK-Arbeiten und Spiegelverstärkungen vorgenommen, um die Stabilität und Langlebigkeit zu sichern. Zusätzlich haben wir eine massive Außenborderhalterung am Heck angebaut, um den neuen Motor sicher und stabil befestigen zu können.
Das Innenleben wurde komplett modernisiert: Wir haben ein neues Instrumentenbrett eingebaut, bequeme Stühle ergänzt und die komplette Elektrik inklusive Lichtsystem erneuert. Für die Navigation und Anzeige wichtiger Schiffsdaten sorgt ein großer Monitor, der zusammen mit einem modernen Schalterpanel für einfache Bedienung sorgt. Den Schlafbereich haben wir komplett neu verkleidet und modern gestaltet, außerdem eine praktische Küchenzeile eingebaut. Frisch bezogene Polster und viele weitere Details runden das Boot ab und machen es komfortabel und funktional.
Mit der Sara haben wir ein echtes Herzensprojekt realisiert – ein Boot, das von Grund auf erneuert wurde und jetzt mit neuester Technik und viel Liebe zum Detail überzeugt.
👉 In der Bildershow links könnt ihr den gesamten Umbau verfolgen – von der schmutzigen Baustelle bis zum fertigen Traumboot.
Wohnwagen Dethleffs V515















Unser Dethleffs V515 Wohnwagen war die perfekte Basis, um unterwegs komfortabel und flexibel zu sein. Bei der Renovierung haben wir teilweise die Elektrik erneuert, um den Wohnwagen sicherer und moderner zu machen – leider gibt es davon keine Bilder nach dem Umbau.
Besonders stolz sind wir auf die Installation einer Solaranlage, mit der wir autark und nachhaltig Strom unterwegs erzeugen können. Aus den ursprünglich zwei Einzelbetten haben wir ein neues, großzügiges Bett gebaut, das wir über ein eigenes Schalterpanel bequem steuern können.
Für mehr Sicherheit und Komfort haben wir zudem eine Rückfahrkamera eingebaut, die das Rangieren deutlich erleichtert. Neben den üblichen 230V-Steckdosen haben wir auch USB-Anschlüsse ergänzt, um unsere Geräte unterwegs einfach laden zu können.
Dazu kamen noch viele kleine Details und Anpassungen, die den Dethleffs für unsere Bedürfnisse perfekt machen – ein treuer Begleiter auf unseren Reisen.
Die neuen Bilder sind noch irgendwo auf unserem Server nicht einsortiert, hier kommen aber noch schöne fertige Bilder in den nächsten Tagen dazu.
👉 In der Bildershow links zeigen wir euch einige Eindrücke vom Umbau und den neuen Features.
Wohnmobil FFB 580





























































































Als wir das Tabbert FFB 580 Wohnmobil gekauft haben, war der erste Eindruck richtig gut: trocken, gepflegt, fahrbereit – zumindest schien es so. Doch schon in der ersten Nacht kam die böse Überraschung: Die komplette Decke war nass. Wie sich herausstellte, wurde das Wohnmobil in den letzten Jahren zwar noch genutzt, aber wohl nur bei gutem Wetter, und stand sonst immer in einer Halle. Der Schaden war deshalb nicht direkt sichtbar – aber das Problem war da. Glücklicherweise sind uns die Verkäufer preislich deutlich entgegengekommen – sonst hätten wir den Kauf rückabgewickelt.
Also hieß es: alles raus und von Grund auf neu machen. Es war eines der aufwendigsten Projekte, die wir bisher umgesetzt haben. Wir haben eine Solaranlage installiert und die gesamte Elektrik neu aufgebaut, inklusive moderner LED-Beleuchtung und einem übersichtlichen Schalterpanel.
Auch die Deckenverkleidung, der Boden und ein komplettes Seitenfenster wurden komplett erneuert. Innen gab es ein neues Hubbett, einen modernen Kühlschrank, neue Schrankfarben, eine frische Arbeitsplatte und eine neu gestaltete, praktische Einrichtung. Zwei neue MaxxFan-Dachfenster sorgen jetzt für gute Belüftung, auch an heißen Tagen. Natürlich haben wir auch neue Polster eingebaut – alles sollte modern, funktional und gemütlich sein.
Von außen haben wir das Wohnmobil mühevoll abgeschliffen, neu abgedichtet, teils durch Edelstahl-Komponenten ersetzt und in vier Schritten neu lackiert – inklusive Grundierung, Zwischenschliff, Lack und Versiegelung. Eine Arbeit, die sich gelohnt hat!
Trotz all der Arbeit mussten wir irgendwann feststellen: Für uns als vierköpfige Familie war das Wohnmobil auf Dauer zu klein. Vor allem das ständige Umbauen der Kindersitze bei jedem Halt war umständlich – und es gab einfach keinen festen Platz dafür. Dieses Problem haben wir mit unserem Bus jetzt nicht mehr – da hat alles seinen Platz und bleibt an Ort und Stelle.
Der FFB 580 fährt heute bei einer anderen Familie weiter, die genau dieses kompakte Format schätzt – und wir freuen uns, dass er noch viele Reisen erleben darf.
👉 In der Bildershow links könnt ihr den gesamten Umbau verfolgen – von der nassen Decke bis zum wohnlichen Raumwunder mit neuem Glanz.
Letztes Projekt:
Der Wohnbus


















All diese Projekte – vom alten Holzboot bis zum Wohnmobil – haben uns so viel gelehrt. Es war ein ständiges Wechselbad der Gefühle: zwischen Spaß, Euphorie, Stolz – und ehrlicher Verzweiflung. Wir haben geschliffen, geschraubt, entkernt, gestrichen, gebaut und umgebaut. Und jedes einzelne Fahrzeug hatte seine Stärken – aber irgendwie hat nie wirklich alles gepasst.
Mal hatten die Kinder keine Freude an der Fahrt, dann konnten wir keine Fahrräder mitnehmen, wieder ein anderes Mal war es zu klein, zu schwer, zu aufwendig – oder schlicht nicht familientauglich. Gerade mit Kleinkindern merkten wir oft: So sehr wir die Projekte auch lieben – im Alltag ist etwas anderes gefragt.
Also haben wir uns hingesetzt – wirklich hingesetzt – und in wochenlanger Arbeit eine riesige Excel-Tabelle erstellt. Über 200 Punkte, verteilt auf „Must-Haves“ und „Nice-to-Haves“. Dazu kam eine zweite Liste mit Negativpunkten aus all unseren bisherigen Erfahrungen – eine Sammlung aller Dinge, die wir kein zweites Mal erleben wollten.
Und ja, auf der Minusseite stand beim Bus so einiges:
– Weniger Camping-Stellplatz-Möglichkeiten,
– C-Führerschein notwendig,
– höhere Wartungs- und Instandhaltungskosten,
– deutlich höhere Steuerkosten,
– teure Ersatzteile,
und natürlich die hohen Investitionskosten insgesamt.
Aber: Keine andere Option – ob großer Wohnwagen, großes Wohnmobil, Van, Kleinbus oder sogar ein Boot – hat ansatzweise so viele unserer Wunschkriterien erfüllt wie dieser Bus.
Unser Crossway war der klare Sieger.
Platz, Klimaanlage, Super Zustand – und Aufbau nach unseren Wünschen!
Ein weiterer riesiger Pluspunkt: Bis letzte Woche Dienstag war der Bus noch regulär im Dienst unterwegs – in vollem Betrieb. Und: Er hat jetzt ganz frisch TÜV bis 07/2025 bekommen. Das gibt uns ein richtig gutes Gefühl, weil wir jetzt nicht bei null anfangen, sondern sofort entspannt loslegen können – mit dem Umbau.
Wir haben jede Ecke angeschaut, jede Klappe geöffnet, uns alles genau angesehen – gerade weil wir aus Erfahrung wissen, wie viel Arbeit es ist, wenn man nachher feststellt, dass man nochmal ganz von vorne anfangen muss. Dieses Mal sollte es von Anfang an durchdacht und solide sein.
Wir haben verstanden: Größer, flexibler und familienfreundlicher geht es für uns nicht mehr. 12 Meter sind das maximal in Deutschland erlaubte Maß. Deshalb wird dieser Iveco Überlandbus unser absolutes Abschlussprojekt.
Denn: Man wird älter. Die Kinder wollen Zeit mit uns verbringen, draußen sein, entdecken, aber eben nicht ständig umbauen oder improvisieren. Unser Wunsch ist es, häufiger und spontaner zu verreisen – auch mal nur für ein Wochenende. Fliegen mit kleinen Kindern kommt für uns momentan nicht in Frage – aber mit dem Bus können wir losfahren, wann immer wir wollen.
Und genau darum investieren wir jetzt auch so viel Energie in alles drumherum: Diese Website, unser Instagram-Account, TikTok – das alles ist Teil davon. Nicht, weil wir Influencer werden wollen, sondern weil wir zeigen möchten, was entsteht, wenn man wirklich alle Erfahrungen bündelt und ein letztes Mal alles gibt um sich und den Kindern Freizeit / Reisen zu schenken.
Dies ist unser letztes Projekt. Und es soll das Beste werden.
